Atherton holt sich Weltmeistertitel zurück – Siegenthaler sechste

Im Rennen um den Downhill-Weltmeistertitel in Lenzerheide drängt die Britin Rachel Atherton Titelverteidigerin Myriam Nicole um zehn Sekunden vom Thron. Seagrave jagt Nicole noch Platz zwei ab. Emilie Siegenthaler fährt ein starkes Rennen und landet auf Platz zwei. Janine Hübscher wird bei ihrer ersten Weltmeisterschaften zehnte. Die weiteren Schweizerinnen, Carolin Gehrig, Carina Cappellari, Eva Battolla und Camille Balanche klassieren sich alle unter den Top15.

Nach zwei Monaten ohne Wettkampf, davon fünf Wochen ohne Training auf dem Downhill-Bike konnte Emilie Siegenthaler eigentlich nur auf einen Glückstag hoffen um eine Medaille zu gewinnen.
„Wenn man so lange ohne Training und Rennen ist, dann fehlt die Zuversicht. Und wenn du sowieso als beste Platzierung einen dritten Platz hast, dann kannst du mit so einer Vorgeschichte nicht erwarten, dass du bei der WM aufs Podest fährst“, meint Siegenthaler nach dem Rennen.
„Ich bin viel entspannter ins Finale gegangen als noch in die Quali und der Lauf war auch ohne größere Fehler. Aber um mehr zu riskieren, brauchst du die Sicherheit, die nur durch Ergebnisse kommt“, erläutert Siegenthaler weiter.

Der sechste Rang ist überdies das beste WM-Resultat ihrer Karriere und insofern kann sie auch mehr als zufrieden sein. „Auch die gesamte Schweizer Bilanz ist gut“, öffnet sie noch den Blick über ihren eigenen Tellerrand hinaus.

Eine überglückliche Janine Hübscher auf Rang zehn (+29,131), Carolin Gehrig (+30,858), Carina Cappellari (+31,130) und Eva Battola (+31,772) auf den Plätzen elf bis 13 sorgen für ein starkes Schweizer Team-Resultat.

Allerdings kann besonders Carina Cappellari nicht zufrieden sein. Sie ist in der ersten Minute gut unterwegs, doch dann rutscht ihr die Kette runter und der Traum von einem Top-Ten-Resultat ist ausgeträumt. „Sehr schade, ich glaube, heute wäre einiges drin gewesen“, meint sie enttäuscht.

Janine Hübscher ist dagegen findet ihre Klassierung „einfach mega cool“. Einen „kleinen Haker“ hätte sie drin gehabt, aber sonst lief es „voll gut“, wie sie sagt. „Ich wollte hier Spaß haben und hätte nicht gedacht, dass so ein Resultat dabei herauskommt.“

Eva Battola findet alles, auch die Stimmung an der Strecke, „fantastisch“. Sie sei „glücklich hier zu sein“, trotz dieser beiden Fehler, die sie sich ankreidet. „Aber das ist Teil des Spiels“, so Battola.  
 
Rachel Atherton hingegen deklassiert ihre Konkurrenz mal wieder, feiert ihren fünften WM-Triumph und lässt ihrer Landsfrau Thanee Seagrave, die sie in dieser Saison mehrfach bezwingen konnte, an diesem sonnigen Tag in Lenzerheide keine Chance.
 

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