Bruni im Goldrausch – Weber 36.

Im Downhill-Weltmeisterschafts-Rennen verteidigt der Franzose Loic Bruni seinen Titel – insgesamt ist es sein Dritter. In einem spannenden Rennen setzt er sich knapp gegen Martin Maes und Danny Hart durch. Basil Weber belegt als bester Schweizer den 36. Rang, was zugleich sein bestes internationales Resultat ist. Lutz Weber und Noel Niederberger fahren auf die Plätze 44 und 56.
 
Der Südafrikaner Greg Minnaar ist der erste namhafte Fahrer der sich früh mit der Bestzeit auf dem Hot Seat setzt. Früh weil Minnaar einen Grossteil der Saison verletzungsbedingt ausgefallen ist und erst vor kurzem wieder in den Rennzirkus eingestiegen ist. Indes war klar, dass der Vorjahressieger auf dieser Strecke zum erweiterten Favoritenkreis gehörte.
 
Dann aber ist es Martin Maes – der Überraschungssieger vom Weltcup in La Bresse – der Minnaar vom Thron stösst. Dort sitzt der Belgier auch eine Weile, denn der eigentliche Enduro-Spezialist startete genau eine Stunde vor seinem Bezwinger. Es ist Loic Bruni der seinen Titel zu verteidigen versucht und mit seiner Bestzeit auf dem besten Weg dazu ist. Er liegt aber gerade mal zwei Zehntelsekunden vor dem Belgier und es stehen noch vier heisse Siegkandidaten oben.
 
Danny Hart ist auf Kurs, doch dem Briten fehlen lediglich drei Zehntelsekunden, um Bruni vom Hot Seat zu schubsen. Der Australier Troy Brosnan ist nicht in der Lage in die Nähe der Bestzeit zu kommen und Top-Favorit Amaury Pierron stürzt – der Traum des Franzosen vom Weltmeistertitel ist ausgeträumt – des anderen Franzosen ist er erneut wahrgeworden: Loic Bruni ist wieder Weltmeister.
 

Gute Schweizer Leistungen, wenn auch hinter ihren Erwartungen

Die Schweizer verpassen an diesem Tag in Lenzerheide die angepeilten Platzierungen, im Blick auf den Saisonverlauf sind die Ergebnisse jedoch keine Enttäuschung. Basil Weber hat als 36. 8,739 Sekunden Rückstand auf Loic Bruni.  
 
«Ich hatte einen grossen Fehler. Nach dem Go-Pro-Jump habe ich die Line völlig verpasst und musste einem Baum ausweichen. Sonst war es ein guter Lauf. Für mich wäre es ein Erfolg, wenn ich unter den besten 30 wäre», erklärt Basil Weber.
 
Sein Laaxer WG-Genosse Lutz Weber belegt Rang 44 (+10,914) : «Ich bin mit meinem Lauf nur semi-zufrieden. Ich hatte einen sehr blöden Fehler, bin weggerutscht und aus der Strecke gekommen. Im Training habe ich mich am rechten Daumen verletzt. Es war nicht ideal, aber es ging beim Fahren. Top 30 war eigentlich mein Ziel.»
 
Noel Niederberger wird 56. (+14,470) ist enttäuscht von sich selbst: «Mein Lauf war gar nicht gut. Der Druck, den ich mir heute bei der Heim-WM auferlegt habe, ging leider in die andere Richtung. Ich wollte den Leuten was zeigen, aber es ist das Gegenteil herausgekommen. Ich wollte auf keinen Fall stürzen und bin deshalb verkrampft. Trotzdem war es mega cool mit den vielen Zuschauern.»
 
Jerome Caroli wird in seinem ersten Lauf von einem gestürzten Fahrer behindert und bestreitet deshalb einen zweiten Run. In dem stürzt er dann aber selbst und scheidet aus.

Vollständige Resultate
 
 
 
 
 

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