Davos hat das wohl längste Pisten-Gaudi der Welt - für Mountainbiker

Eigentlich gehören die Skipisten den Skifahrern. Einmal jährlich machen die Bergbahnen Davos Klosters die grosse Ausnahme und bringen die Biker noch vor allen anderen auf den Weissfluhgipfel. Die frisch präpierten Pisten hinunter nach Küblis gehören dann nur den Bikern. Am Wochenende war es wieder soweit, und mitten im Bike-Pulk war auch Herbert.

Eigentlich gehören die Skipisten den Skifahrern. Einmal jährlich machen die Bergbahnen Davos Klosters die grosse Ausnahme und bringen die Biker noch vor allen anderen auf den Weissfluhgipfel. Die frisch präpierten Pisten hinunter nach Küblis gehören dann nur den Bikern. Am Wochenende war es wieder soweit, und mitten im Bike-Pulk war auch Herbert.

2844 Meter über Meer, so hoch liegt der Weissfluhgipfel. 815 Meter über Meer ist die Schwellenhöhe des Bahnhofs Küblis. 2029 Höhenmeter liegen dazwischen, und damit eine der längsten Mountainbike-Abfahrten der Alpen. 12 Kilometer lang ist die legendäre Skiabfahrt, sie hat keinen einzigen Meter Anstieg und gehört an diesem Morgen den Mountainbikern. Der Event nennt sich «Morning Flow Ride», und für die Davoser Mountainbiker ist er das erste Stelldichein unter Seinesgleichen. 170 Biker haben die Bergbahnen in aller Herrgottsfrühe zum Gipfel gebracht. Alleine die Logistik, so viele Biker mit ihren Rädern in einer vernünftigen Zeit in der Stand- und der Gondelbahn hochzufahren, ist eine Meisterleistung. Wer kennt noch das Spiel Tetris? So kommen wir uns Mountainbiker ein wenig vor – maximale Kapazitätsauslastung.

Nicht selten gibts dann auf dem Gipfel eine erstklassige Morgenstimmung. Nicht so dieses Mal, ein Dunstschicht liess die Sonne ermatten, der Fokus galt so einzig der Abfahrt. Der «Morning Flow Ride» ist kein Rennen sondern eine spassige Abfahrt mit Gleichgesinnten. Und die erstklassige präpierten Pisten bringen so viel Gripp, dass wirklich Flow aufkommt. Sonst kennen wir das vor allem von handtuchbreiten Singletrails oder spassigen Freeride-Strecken, hier ist es eine Art Autobahn-Flow auf einer etwa 20 Meter breiten Skipiste. Auf den 12 Kilometern taucht man vom tiefsten Winter auf dem Gipfel immer weiter hinab in den Frühling, auf halber Strecke gehts in der Alten Schwendi zu Kaffee, Kuchen und Wienerli, eh der sulzige Teil des Morgens kommt. Hier haben die Fatbiker eindeutig Vorteile. Kurz vor Küblis ist der Sulzschnee dann fast knie, nein tretlagertief. Wieder: Vorteil Fatbike.

Gewarnt vor den 170 Mountainbikern ist auch die Rhätische Bahn. In Küblis stehen Sonderzüge bereit, die uns zurück nach Davos fahren. Apres-Ski beginnt heute für uns etwas früher: Um die Mittagszeit feiern wir unseren Saisonstart mit der möglicherweise längsten Abfahrt der Saison. Danke, liebe Bergbahnen Davos Klosters für das alljährlich unvergessliche Erlebnis.

Impressionen vom Flow Ride Davos 2015:

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