Der frühere Kriegsschauplatz dient heute Mountainbikern als grosser Spielplatz

Das Dorf Santa Maria im Val Müstair ist der Ort mit der kleinsten Whisky-Bar und dem vermutlich grössten Spielplatz für Mountainbiker. Das Gemeindegebiet erstreckt sich bis zum Piz Umbrail auf über 3000 Metern. Als Basisstation liegt das frisch renovierte «Alpina B&B» der jungen Einheimischen Vanessa Oswald ideal und die nächste Postauto-Haltestelle für die morgendliche Fahrt zum Umbrailpass befindet sich direkt neben dem Haus.

Die Einheimischen im Val Müstair sind stark mit ihrer Heimat verwurzelt und kehren oftmals, nach einiger Zeit «auswärts», wieder ins Tal zurück. So auch Vanessa Oswald, welche nach ihrer Rückkehr 2019 das damalige Hotel Alpina in Sta. Maria übernahm. Selbst zieht es sie, wenn immer möglich, in die Natur – entweder im Tal unten oder am liebsten in die Höhe. Wo sich vor einhundert Jahren die Front des Gebirgskrieges des ersten Weltkrieges in der Region des Stilfserjoch und Umbrailpasses durchzog, findet man heute gut erhaltene Militärwege.
 
Deshalb habe man auf dem Umbrailpass angekommen, die Qual der Wahl, sagt die Gastgeberin und verrät sogleich ihren persönlichen Favoriten unter den Touren in der Region: nämlich jene zum Piz Umbrail und dem Lai da Rims. Im Gegensatz zum Trubel auf dem nahen Stilfserjoch sei man im Aufstieg zum Gipfel des Piz Umbrail bereits ab der Passhöhe meist für sich. Das Highlight der Tour erreiche man jedoch nicht auf dem höchsten Punkt, sondern in der Abfahrt, so Vanessa – nicht umsonst gilt der Lai da Rims als einer der schönsten Bergseen der Schweiz. Weit entfernt von der Zivilisation fühle sie sich hier oben, an diesem einsamen aber wunderschönen Fleck.
 
Hinunter ins Tal führt eine Abfolge von erstklassigen Singletrails. Anfänglich alpin und mit anspruchsvollen Serpentinen gespickt, wird der Weg anschliessend flacher und schneller zu fahren, bevor man auf erdigen Wald-Trails unweit von Santa Maria den Talboden erreicht. Zurück im «Alpina» bei Vanessa lässt man den Tag auf der sonnigen Terrasse mitten im Dorfkern der beschaulichen Ortschaft im Val Müstair ausklingen, bevor es zum Abendessen in die Arvenstube des hauseigenen Restaurants geht.
 
Das «Alpina» haben Vanessa und Martin Oswald im Jahr 2019 übernommen und führen den Betrieb nun in dritter Generation innerhalb der Familie von Vanessa. Das traditionelle Münstertaler-Haus erfährt in nächster Zeit verschiedene Neuerungen, darunter die Auffrischung der Hotelzimmer. Die Erweiterung des Angebots um ein Chalet sowie zwei Studios ist bereits erfolgt.
 
myalpina.ch
 

 

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