Ferrand Prevot und MVP gewinnen Short Track in Lenzerheide

Mehrmals attackiert Nino Schurter, doch Mathieu Van der Poel ist in dieser Disziplin eine Klasse für sich und macht den Sieg in der letzten Runde klar. Henrique Avancini setzt sich gegen Nino Schurter durch, der auf Rang drei fährt. Bei den Frauen jagt eine grosse Gruppe geschlossen bis in die letzte Runde. Es kommt zum Sprint den Pauline Ferrand Prevot vor Jolanda Neff gewinnt.

Jolanda Neff verpasst ihren dritten Short-Track-Sieg in Folge und wartet weiter auf ihren ersten Weltcupsieg vor heimischem Publikum in Lenzerheide. Neff hält sich immer in den ersten Positionen auf, doch am Ende ist sie zu früh vorne im Wind.

Pauline Ferrand Prevot fährt auf dem gebogenen Finish an der Innenkante vorbei und holt sich ihren ersten Short Track-Erfolg.
«Das war sch...», meint Neff im Interview mit einem Lachen. «Ich glaube, ich muss immer noch dazu lernen, an welcher Stelle ich vorne sein muss.» Sie lobt das Publikum und die Stimmung und zeigt sich zuversichtlich für Sonntag.

Jenny Rissveds kommt mit einer Sekunde Rückstand auf Rang drei, nachdem sie zwischenzeitlich mal Positionen verloren hat, in dem sie aus dem Pedal rutscht.

Alessandra Keller kann im Finish nicht mehr ganz dagegen halten, sichert sich aber mit Rang acht für Sonntag die erste Startreihe.

Eine Runde vor Schluss ereignet sich eine kuriose Szene. Die Deutsche Elisabeth Brandau hat sich aus den 20er-Rängen zur Spitzengruppe vorgearbeitet, übernimmt die Führung und fährt zwei Runden an der Spitze. Ende der vorletzten Runde reisst sie eine Lücke, doch Brandau glaubt es wäre die letzte Ein-Kilometer-Schleife, ballt bei der Überfahrt der Ziellinie die Faust und geht vom Rad. Sie bemerkt es erst viel zu spät und wird nur 21.
 

Herren: Schurter fährt aktiv

In einem abwechslungsreichen Rennen der Herren zeigt sich Nino Schurter vor dem in grosser Zahl erschienenen Publikum in Graubünden aktiver als sonst schon im Short Track.
Schon früh attackiert er einmal und drei Runden vor Schluss versucht er es noch einmal. Seine Beschleunigung wird von Mathieu van der Poel und Henrique Avancini neutralisiert. In der Schlussrunde ist es erst Avancini, der angreift und van der Poel zieht über die Attacke drüber.

In dieser Situation ist Nino Schurter machtlos, sichert aber Rang drei, fünf Sekunden hinter Van der Poel, der seinen achten Short Track-Erfolg feiert und jetzt, inklusive Europameisterschaften, vier Rennen hintereinander ungeschlagen ist.
«Ich hatte gute Beine, es war vielleicht mein bisher bestes Short Track überhaupt», meint Schurter zufrieden. «Den Peak, den Mathieu gesetzt hat, konnte ich nicht mitgehen. In dieser Disziplin ist er einfach der Beste. Aber er ist auch schon stärkere Short Track gefahren und ich vielleicht meinen besten. Für Sonntag bin ich zuversichtlich.»

Mathias Flückiger zeigt sich zu Beginn mal an der Spitze. «Das war im Nachhinein vielleicht ein bisschen zu viel», bekennt Flückiger. «Es ist halt schade, dass ich in der Gesamtwertung so immer Punkte verliere. Aber jetzt ist es eh egal, weil ich das Finale in Snowshoe nicht fahren werde, sondern mich auf die Marathon-WM in Grächen vorbereite.» Flückiger wird letztlich Zehnter.

Vollständige Resultate

 

 

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