«Ist Arosa der Ort für die Anfänger?»

Nicole Hemmi Arosa Mountainbike

Während sich in Lenzerheide die Gravity Biker austoben, setzt der Partnerort Arosa vor allem auf weniger anspruchsvolle Trails und Angebote für bikende Familien. Nicole Hemmi, Teamleiterin Marketing und Kommunikation, erklärt, was es damit auf sich hat und welche Rolle die Bären für den Bike-Tourismus spielen.

Arosa will sich mit niederschwelligen Bike-Angeboten positionieren. Was bedeutet das im Detail?
D
as bedeutet, dass wir Angebote aufgebaut haben, die sich an Einsteiger richten: Dazu gehören das Skill Center, der Übungsparcours an der Talstation der Gondelbahn Hörnli-Express, wie auch der knapp 7 Kilometer lange Flowtrail «Hörnli Trail» Für die Kinder haben wir die «Bären Bikebande» aufgebaut, die Bikeschule, die als Pendant zur Skischule im Winter funktioniert.
 
Ist Arosa der Ort für die Anfänger?
Wir sind der Ort für die Anfänger, die besser werden wollen. Bei uns kann man sich weiterentwickeln, bis man das Niveau hat, um die Trails rund ums Bike Kingdom mit Lenzerheide und dem Bikepark wie auch weitere Singletrails in Arosa zu geniessen.
 
Ist das der Zweck der Bike-Strecken in Arosa, fit für die Trails in Lenzerheide zu werden?
Ja, aber nicht nur. Der Bikepark Lenzerheide ist klar der Ort für die Fortgeschrittenen. Wir haben aber auch ein breites Singletrail-Angebot. Und wir haben Angebote für bikende Familien – Trails, die sie gemeinsam fahren können und die Betreuung der Kinder in den Bikeschulen, sodass sich bikende Eltern auf schwierigeres Terrain wagen können. Touren wie die «BikeTicket2RIDE-Tour» oder die Furcletta-Tour sind Highlights für jeden Enduro-Biker.
 
Was macht die Aroser Singletrails aus?
Arosa liegt auf 1800 Meter, deshalb sind viele Trails über der Waldgrenze und bieten ein schönes Panorama. Für die Enduro Biker gehören wir zusammen mit Lenzerheide und Davos zur Region Mittelbünden, wir sind gut vernetzt.
 
Arosa will Familien als Bike-Gäste gewinnen. Skiferien sind für viele Familien die teuerste Woche des Jahres. Wo stehen im Vergleich dazu die Bike-Angebote?
Kinder bis und mit 5 Jahren fahren in unseren Bergbahnen kostenlos, bis und mit 15 Jahren kostet die Tageskarte 11 Franken für Arosa und 17 inklusive Lenzerheide. Ein Morgen oder Nachmittag bei der Arosa Bikeschool kostet je nach Stufe 20 bis 25 Franken, eine Woche Halbtagesunterricht 90 bis 110 Franken. In Arosa übernachtende Gäste erhalten zudem die Arosa Card, mit welcher der Eintritt in den Seilpark, in die Badi, die Nutzung der Driving Range, die Pedalo-Miete und vieles mehr kostenlos ist.
 
Die Bären sind in Arosa und auch in eurer Kommunikation omnipräsent. Welche Bedeutung spielen sie für den Tourismus?
Die Bären sind unsere Speerspitze im Sommer, unser Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen Destinationen. Wir verbinden vieles mit den Bären. Die Bikeschule für die Kinder heisst Bären Bikebande, die Kinder schlafen in den Hotels in Bären-Bettwäsche, der Abenteuerweg bringt die Besucher nah an die Bären heran. Sie bieten viel Spielraum für Geschichten, Erlebnisse und entsprechende Produktwelten. Als Partnerregion vom Bike Kingdom Lenzerheide positionieren wir uns im Thema Bike zudem unter der Regionen Bezeichnung «Bear Mounains Arosa».
 
Die Bären sind naturgemäss ein Sommerangebot.
Ja, im Winter halten die Bären zwar eine Winterruhe, wobei sie nach dem letzten eher milden Winter früh wieder aktiv die Aussenplattform genutzt haben. Doch da waren die Anlagen wegen Corona geschlossen. Ansonsten können unsere Wintergäste jeweils donnerstags die Plattform besuchen und erhalten von den Pflegern spannende Einblicke in die Welt der Bären.
 
Dieses Interview entstand im Rahmen eines Medien-Wochenendes in Arosa, an dem der Autor teilgenommen hat.
 

 

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