Kleine Trail-Geschichte aus dem Val Müstair

Die Ferienregion Val Müstair ist nicht nur bekannt für überdurchschnittlich viele Sonnentage und Dario Colognia. Die Region hat auch in Sachen Mountainbike einige Highlights zu bieten und sorgt damit für viel Stoff für Trailgeschichten. Eine davon kommt direkt von den Locals.

Nach einer kleinen Auszeit im Tessin, sind meine Freundin und ich auf dem Rückweg in unser geliebtes Val Müstair. Es ist Sonntag Mittag, wir fahren mit unserem VW Bus den Ofenpass hinunter Richtung Müstair. Da kommt uns mein Bruder, ein mit Bikes bepackter, wohlbekannter Pickup entgegen. Wie im Val Müstair üblich, aber auch nicht erlaubt, halten beide mitten auf der Strasse an.
Aus dem stehenden Pickup ruft mir mein Bruder zu: „Wie war’s auf den steinigen Tessinertrails? Lust auf was flowiges?“.
Meine Freundin und ich können dieser Verlockung nicht wiederstehen und wenden umgehend den Bus und fahren hoch zum Skigebiet Minschuns. Bikes satteln, umziehen und los geht’s. Der Kiesweg hoch zur Alp da Munt ist noch ziemlich durchnässt und man sinkt tief in den Strassenbelag ein. Ein paar Meter höher treffen wir auf Schnee, an umkehren denken wir noch lange nicht, schliesslich erwartet uns auf der anderen Seite der flowige Trail hinunter ins Tal.
Endlich sind wir oben angekommen. Vom Lai da Juatta runter zur Alp Champatsch vergessen wir vor lauter Freude, dass wir von oben bis unten mit Dreck verschmutzt sind. Wir fahren weiter nach Lü, von da geht’s wieder einige Höhenmeter hinauf bis nach Terza. Jetzt sind wir endlich auf der Südostseite des Hangs, hier ist der Sommer schon deutlich zu spüren. Wir spüren wie die warme Sonne unsere Haut wärmt und verspüren die ersten sommerlichen Gefühle. Wir schweifen mit unserem Blick hinunter ins Tal und wir wissen, der heissersehnte Sommer ist endlich da.
Anschliessend wagen wir uns an die Abfahrt, es erwartet und ein staubtrockener Trail bis nach Müstair. Auf dem Trail liegt noch eine Decke von Lärchennadeln, das gibt uns das Gefühl, auf einem Teppich förmlich dahinzugleiten. Nach dem letzten serpentinenreichen Trailabschnitt ist auch der letzte Smile-Muskel angespannt. Jetzt bleibt nur noch die Frage: Wie kommt unser Bus zurück nach Hause?
 

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