Lukas Buchli pulverisiert Streckenrekord um Nationalpark

Bei seiner vierten Siegfahrt am Nationalpark-Bike-Marathon verbessert Lukas Buchli den Streckenrekord um sechs Minuten. Auch der zweitplatzierte Jochen Käss bleibt unter der Bestmarke. Dritter wird Urs Huber. Bei den Frauen realisiert Milena Landtwing den fünften Triumph vor Nadia Walker und Florence Darbellay.

Favorit Lukas Buchli fackelt auf seiner Abschiedstour nicht lange mit seinen Mitstreitern. Bereits in der Steigung zum Alpisella nach circa 60 von insgesamt 137 Kilometern verschärft er das Tempo. «Ich habe gesehen, dass meine Mitstreiter Mühe mit meiner Pace hatten. Da habe ich gleich nochmals zugesetzt.» Uwe Hochenwarter fährt zu diesem Zeitpunkt vor der Spitzengruppe. Buchli schafft exakt auf der Fläche in Livigno den Zusammenschluss mit dem Österreicher. «Auf der Ebene arbeiteten wir gut zusammen. Am Chaschauna konnte ich dann auch ihn noch abhängen und den Sieg nachhause fahren», rekapituliert Buchli sein Rennen im Schnelldurchlauf. Als Zugabe knöpft sich Buchli, mit 5:24:14 Stunden, Christoph Sauser den Streckenrekord ab. Auch die Führung in der Swiss-Bike-Marathon-Serie geht auf das Konto Buchlis.

Der zweitplatzierte Jochen Käss (GER), der den Wettkampf um den Schweizer Nationalpark das erste Mal bestreitet, zeigt sich beeindruckt von Atmosphäre und Kulisse. Auf die Mördersteigung auf den Chaschauna angesprochen, zeigt sich der Deutsche aber unbeeindruckt: «Ich befand mich schon die ganze Woche im Trainingslager in Livigno im Hinblick auf die bevorstehende deutsche Marathon-Meisterschaft und das Swiss Epic und habe die Strecke ausgiebig inspiziert. Es machte tierisch Spass, den Nationalpark Marathon zu fahren.»

Urs Huber als Drittplatzierter sagt: «Das war ein hartes Rennen. Ich gab heute wieder mein Bestes. Leider reicht das in dieser Saison nicht ganz an die Spitze. Lukas Buchli ist derzeit unschlagbar.» Er müsse mit dem dritten Platz zufrieden sein. Nur weil es nicht ganz an die Spitze reiche, könne er nicht jedes Wochenende einen «sauren Stein» machen, fügt Huber an. Vielmehr sei es ein Kompliment für ihn, dass man von ihm Siege erwarte.

Landtwing zum Fünften
Milena Landtwing fährt einen konkurrenzlosen Start-Ziel-Sieg ein, bereits der fünfte in Scuol. Eine Spazierfahrt sei es aber nicht gewesen, meint die Swiss-Bike-Marathon-Leaderin, die in Pontresina wohnt. «Die Hitze hat mir zugesetzt. Ich bin fast «gestorben» in der Steigung zum Chaschauna-Pass.» Ansonsten sei sie einfach ihr Rennen gefahren. «Ich habe mir vorgenommen, nicht zurückzuschauen und einfach meinen Rhythmus durchzuziehen. Nadia Walker zeigt sich überrascht über ihren zweiten Platz: «Ich habe mit einem Rang zwischen drei und fünf gerechnet. Das es für den zweiten Platz reicht, freut mich natürlich sehr.» Sie habe sich gut verpflegt und sei ohne grosse Krise über die Distanz gekommen.

Die drittplatzierte Florence Darbellay ist sehr zufrieden mit dem dritten Platz bei ihrer ersten rennmässigen Umrundung des Schweizer Nationalparks. «Ich habe nicht recht gewusst, wie ich die Strapazen des «Grand Raid» von letzter Woche verkrafte. Ich wusste nur, dass der Nationalpark-Marathon anspruchsvoll werden würde. Ein sehr schönes Rennen», findet die Romande lobende Worte. Die lange Steigung zum 2700 Meter hohen Chaschauna sei ähnlich hart, wie der Fussmarsch auf den Pas de Lona am «Grand Raid».

Mit 2156 Startern verzeichnen die Veranstalter um OK-Präsident Urs Wohler einen neuer Teilnehmerrekord.

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