Vorfreude auf den Sommer: Lenzerheide schafft neue Trails

Die Runde vom Parpaner Rothorn nach Arosa und zurück nach Lenzerheide gilt als grosser Klassiker in der Region – ein Klassiker mit einem Makel: Dem Abschnitt vom Urdenfürggli nach Scharmoin fehlte bisher der Trail. Dieser Makel wurde nun mit einem neugebauten Trail im alpinen Charakter behoben. Nun bietet die Runde fast lückenlosen Trail-Spass bis nach Lenzerheide.

Es war jeweils etwas ernüchternd, die grossartige Trail-Runde vom Parpaner Rothorn über Arosa und zurück nach Lenzerheide mit dem unliebsamen Abschnitt vom Urdenfürggli zur Mittelstation Scharmoin zu unterbrechen. Doch damit ist nun Schluss. Die Firma Allegra Tourismus baute im vergangenen Sommer vom zwei Verbindungs-Trails runter nach Scharmoin. Und diese sind etwas anders als das, was man sich unter neugebauten Trails vorstellt.
 
Der erste Abschnitt führt ab dem Urdenfürggli bis nach der Kreuzung der Sesselbahn Weisshorn Express. Danach muss noch ein Stück Schotterstrasse unter die Räder genommen werden – allerdings so kurz, dass man kaum Zeit hat darüber nachzudenken. Der Schotterabschnitt mündet danach direkt in den Höhenweg der bis zur Mittelstation Scharmoin führt.
 
Beide Trail-Abschnitte messen zusammen 4.2 Kilometer Länge und sind ein Mix aus Flowtrail und alpinem Pfad, mit passagenweise mehreren Linien und Spielereien zur Auswahl. Die beiden Trails wurden so angelegt, dass sie mit geringem Einsatz der Bremsfinger zu bewältigen sind.
 

Nicht faltenfreier Flow auf der Testfahrt

Der erste Abschnitt ab dem Urdenfürggli kommt anfänglich einem Flowtrail gleich. Die faltenfreie Flow-Autobahn sucht man hier jedoch vergebens, denn im positiven Sinne wurden hier schon bald gewollt Steine in den Weg gelegt. Der Trail hat zunehmend einen alpinen Charakter, was bei neu angelegten Strecken bisher wenig zu finden war. Die Steinpassagen auf dem sonst flowigen Trail fügen sich schön in die Landschaft ein. Sie liegen dort wo die Umgebung auch sonst steinig ist. Immer wieder folgen fahrtechnisch leicht anspruchsvollere Passagen, die meist auch umfahrbar sind.
 
Immer wieder mal wollen kleinere Steilstufen gemeistert werden. Diese sind aber weder gefährlich noch blind angeordnet und sind zudem rollbar. Hin und wieder bietet sich auch die Möglichkeit an einer Kante abzuspringen oder aus einer einfachen oder etwas schwierigeren Linie zu wählen. Das kommt dem Gedanken des freien Fahrens ein ganzes Stück näher und bringt die extra Portion Fahrspass.
 
Der Trail wurde so gebaut, dass weder starkes noch langes Bremsen nötig ist, um die Geschwindigkeit unter Kontrolle zu halten. Das schont zwar die Fahrbahn, nimmt manchmal aber etwas den Schwung. So liegt auf den beiden Abschnitten die eine oder andere Kurve zu viel, wo es etwas mehr Geschwindigkeit vertragen würde. Dafür gibt’s ein paar Minuten mehr Fahrspass.
 
Unterbrochen wird der Trail-Spass weiterhin, nun aber nur noch mit einem sehr kurzen Schotterstück. Nach knapp einer Minute ist dieses aber bereits passé und es leitet einen sogleich in den zweiten Abschnitt, der recht kurvenreich und gegen Ende etwas rasanter zur Mittelstation führt. Ab hier fehlt es bekanntlich nicht an Möglichkeiten zur freudebringenden Fahrt ins Tal.
 

Fazit

Man darf sich auf den kommenden Sommer freuen. Diese neuen Abschnitte sind nähmlich die nahezu perfekte Ergänzung zur eingangs erwähnten Trail-Runde: Kurven- wie auch abwechslungsreich, im alpinen Charakter und passend zu den anderen Trails. Der Spass kommt hier nicht zu kurz, im Gegenteil – die Fahrzeit vom Urdenfürggli bis zur Mittelstation Scharmoin wurde damit verlängert. Sie liegt bei rund 15 Minuten. Dass vereinzelt etwas direkter hätte gebaut werden dürfen, diese Kritik zählt nur am Rande, da die persönlichen Vorzüge jeweils mitfuhren. Gesamthaft sind diese zwei Verbindungs-Trails sehr gelungen und bieten Fahrspass für Mountainbiker verschiedenster Könnerstufen. Lediglich für Anfänger sind diese Trails nicht geeignet.
 
 

 

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