Weltcup Lenzerheide: Klaus rast vor Heimpublikum auf Podest!

Klaus fährt auf Rang zwei im Downhill-WC Lenzerheide 2019

Der Schweizer Janosch Klaus landet beim Downhill-Weltcup in Lenzerheide einen Exploit. Nach seinem sechsten Rang in der Qualifikation steigert sich der Schweizer Juniorenmeister im Finallauf deutlich und fährt hinter dem Kanadier Seth Sherlock und vor dem Neuseeländer Tuhoto-Ariki Pene auf Rang zwei. Bei den Juniorinnen geht der Sieg an Weltmeisterin Valentina Höll aus Österreich.

Umarmung nach Umarmung ergiesst sich über Janosch Klaus, Autogramme werden der Schweizer Downhill-Nachwuchs-Hoffnung verlangt, Selfies geschossen, nachdem klar ist: Klaus wird Zweiter, feiert sein erstes Podest im Weltcup und das vor heimischem Publikum. «Mega», sei das, sagt er dann. Nirgendwo anders hätte er die Familie dabei und hier seien alle da. Ein perfekter Ort also um erstmals aufs Podest zu klettern, bisher war Rang fünf das beste Resultat.

«Ja, es ist super, aber ich weiss auch wo ich die 0,4 Sekunden liegen gelassen habe», sagt er dann. In einer neuen Kurve um ein Steinfeld, bleibt er im oberen Teil an einem Stein hängen, verliert die Linie und kommt aus dem Pedal.
Da bleibt die halbe Sekunde liegen, mindestens. Der Rest aber gelingt ihm sehr gut. «In der Quali habe ich das Pedalieren ein bisschen vergessen, wo das hier doch so wichtig ist. Daran habe ich mich immer wieder erinnert. Ich war gut am Limit», berichtet Klaus.

Dass er in Lenzerheide ein starkes Resultat einfahren könnte, das sei ihm bewusst gewesen. «Aber dass es so kommt, hätte ich nicht zu hoffen gewagt», bekennt Klaus.
Der Weltcup-Führende Thibaut Daprela aus Frankreich tut ihm den Gefallen und holt sich einen Plattfuss. Allerdings liegt er zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Zehntelsekunden hinter Klaus, dem von dem einen Fehler offenbar ein sehr starker Run gelungen ist. «Das sind gute Vorzeichen für die Weltmeisterschaften, die Strecke in Mont Sainte Anne liegt mir auch», blickt Klaus voraus.
 
Bei den Juniorinnen dominiert Weltmeisterin Valentina Holl aus Österreich, nachdem sie vorige Woche im Val di Sole noch eine Niederlage einstecken musste. Sie gewinnt mit 29,6 Sekunden Vorsprung auf die Französin Nastasia Gimenez und 31,1 Sekunden vor der in der Schweiz wohnhaften US-Amerikanerin Anna Newkirk und ist damit eine Klasse für sich.
Die Siegerin von Val di Sole, die Norwegerin Mille Johnset ist allerdings nicht am Start. Sie stürzt im Training am Freitag heftig und wird ins Spital eingeliefert. Sie bleibt von grösseren Verletzungen verschont, ist aber trotzdem fahrunfähig.
 
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