Weltcup Lenzerheide: Vergier gewinnt – Balanche wird Fünfte

Beim Downhill-Weltcup in Lenzerheide erhaschen die Franzosen die Plätze eins bis vier, allen voran Loris Vergier, der das Rennen hauchdünn vor Loic Bruni und Thibault Daprela gewinnt. Yannick Bächler belegt Rang 30. Bei den Frauen holt sich Weltmeisterin Myriam Nicole den Sieg, Camille Balanche wird Fünfte. In den U19-Rennen fähren Delia Da Mocogno und Nicolas Bächler in die Top-10.

Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern fahren die Qualifikationsschnellsten auch im Finale die schnellste Zeit ein. Bei den Frauen ist es die frischgebackene Weltmeisterin aus Frankreich, Myriam Nicole, die sich deutlich vor Tahnee Seagrave (GBR) und Valentina Höll (AUT) durchsetzt.

Camille Balanche wurde nach den Weltmeisterschaften krank, fühlt sich deswegen in Lenzerheide aber nicht reduziert und wird Fünfte. Es ist das erste Rennen auf Weltniveau, das sie im Jahr 2021 nicht in den Top-3 beendet. Wohlverstanden noch immer ein sehr gutes Resultat, das ihr wichtige Punkte für das Gesamtklassement bringt, wo sie aktuell auf Rang zwei liegt. «Ich habe einen kleinen Fahrfehler gemacht, aber der war wohl nicht entscheidend. Es waren alle Spitzenfahrerinnen am Start und dort gab es keine Ausfälle, so bin ich mit meinem fünften Platz vor Schweizer Publikum zufrieden», sagt Balanche, die auf der kurzen und weniger anspruchsvollen Strecke ihre Stärken nicht wie gewohnt auspielen kann.

Emilie Siegenthaler kann bei ihrem letzten Auftritt in Lenzerheide nicht an den Start. Ihr fehlen in der Qualifikation lediglich 0.5 Sekunden für den Einzug ins Finale von Samstag.

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Auf Podestkurs ist Delia Da Mocogno. Die junge Schweizerin fährt ein starkes Rennen, stürzt aber kurz vor Schluss und muss deswegen den Drop vor dem Ziel umfahren. Sie wird Sechste und sagt: «Schade ums Resultat, vor allem aber nervt es mich, dass ich wegen meines Sturzes den letzten Drop nicht springen konnte.»

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Französische Übermacht

Im Finale der Männer verkürzt Loris Vergier seine Zeit aus der Qualifikation um fast drei Sekunden auf 2:46.921, was dem Franzosen einen weiteren Sieg einbringt. Allerdings hauchdünn, denn anfänglich liegt der amtierende Europameister zurück und krallt sich den Sieg erst im letzten Drittel. Zweiter wird Loic Bruni, nur 0.197 Sekunden zurück, Weltcup-Leader Thibault Daprela belegt mit 0.370 Sekunden Rückstand Rang drei. Nur wenig hinter seinen Landsmännern fährt Amaury Pierron auf Rang vier, und das, nachdem der Franzose einen Grossteil der Saison verletzungsbedingt auslassen musste. Erster Nicht-Franzose ist Laurie Greenland (GBR) auf Platz fünf.

Die Schweizer setzen sich bei ihrem Heimspiel gut in Szene, auch wenn sie den Ausgang an der Spitze nicht beeinflussen können. Yannick Bächler wird erneut bester Schweizer. Der Fribourger belegt Platz 30, sein bestes Weltcup-Resultat, wenn man seinen 27. Platz von Les Gets nicht mitzählt, wo er vom Wetterglück profitierte.

Gut unterwegs ist auch Janis Lehmann. In der Qualifikation noch auf Platz 57, steigert sich der Schweizer enorm und landet auf Rang 38. Ebenso Lino Lehmann, der sich in der Qualifikation den letzten Finalplatz sicherte und im Rennen mit Platz 40 sein bestes Resultat einfährt. Nicht an seine Leistung aus der Qualifikation anknüpfen kann Noel Niederberger. Am Freitag als 27. qualifiziert, fährt Niederberger im Finallauf auf Platz 44.

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Nach dem elften Platz an den Weltmeisterschaften, kann sich Nicolas Bächler im Rennen der U19 erneut steigern. Der jüngere Brüder von Yannick Bächler fährt in Lenzerheide auf Platz zehn – sein bestes Resultat auf internationalem Parkett.

Das Rennen gewinnt Juniorenweltmeister Jackson Goldstone aus Kanada.

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