Ein Enduro-Rennen für jedermann, und das mitten in der Bündner Bergwelt

Die Trail Trophy, das ist eine Enduro-Rennserie für jedermann – wie eine Ausfahrt mit Freunden, auf der man sich jeweils bergab misst. In Flims werden zum vierten Mal in diesem Jahr die schnellsten Trail-Fahrer gesucht und das über drei Tage inklusive einer Nachtetappe. Die Sieger heissen wie letztes Jahr Camille Balanche und Gusti Wildhaber.
 
Der Trail-Trophy-Stopp in Flims bietet drei grandiose Renntage in der Bündner Bergwelt, am Fusse der Tschingelhörner und des Crap Sogn Gion. Insgesamt 13 Abfahrtsetappen haben die Teilnehmer zu bewältigen, davon bereits vier am Freitag, inklusive einer Nachtetappe, die ihre Tücken mit sich bringt. Zwei Tage lang strahlt die Sonne fast ununterbrochen und bietet den Enduristen perfekte Verhältnisse und Aussichten auf die schöne Bergwelt. Allerdings fliesst auf den Transfer- und Abfahrtsetappen auch viel Schweiss, denn die Temperaturen sind bis hoch hinaus sehr sommerlich.
 

Hochalpines Highlight

Die vier Stages am Samstag Nachmittag, die unterhalb des Vorab-Gletschers auf rund 2600 Meter über Meereshöhe starten, gelten als Highlight. «Ein absolutes Erlebnis in diesem offenen, steinigen Gelände die optimale Linie suchen zu müssen», fasst Gusti Wildhaber stellvertretend für viele Teilnehmer diese Abfahrtsetappen zusammen.
 
Am Sonntag morgen zeigt sich der Himmel über dem Crap Sogn Gion plötzlich wolkenverhangen, so dass die elfte Wertungsprüfung kurzfristig verlegt wird. In diesem dichten Nebel hätte die Bergrettung im Notfall nicht sichergestellt werden können. Dennoch gibt es auf den letzten drei Etappen noch genügend Zeit zu gewinnen, aber auch zu verlieren. Vor allem in der Master Class Men wird es nochmal richtig spannend. Am Ende siegt hier Tobias Leonhardt (GER/SQlab-Centurion-Velothek) mit einer totalen Fahrzeit von 32:46,31 Minuten mit exakt zwei Sekunden Vorsprung vor dem Urner Toni Gisler (SUI/TellRiders) und Adrian Vesenbeckh (GER/Giants meets Ibis) in 33:14,96 Minuten.
 
Deutich klarer dagegen ist der Endstand in der Klasse «Super Masters Men»: Hier gewinnt Wilfred van de Haterd (NED/Giant meets Ibis) in 32:59,77 Minuten vor André Fritzenschaft (GER/Elchingen) und Wilhelm Stricker (ITA/SC Meran Zorzi Kältetechnik).
 
In den Kategorien Riders Class Men und Women stehen die Gleichen auf dem Siegerpodest wie 2016: Mit Gusti Wildhaber (SUI/Cube Action Team) und Camille Balanche (SUI/Norco Enduro Racing Team) verteidigen die beiden Schweizer somit ihren «Titel» aus dem Vorjahr souverän. Wildhaber siegt in 29:53:35 Minuten und hat damit am Ende 1:20,88 Minuten Vorsprung auf Mirco Widmer (SUI/Giant Swiss Team) und den früheren deutschen Enduro-Meister Christian Textor (Velo Stosser), der 31:22,32 Minuten für die insgesamt 13 Stages benötigt.
 
Bei den Frauen kann Camille Balanche ebenfalls einen deutlichen Vorsprung herausfahren. Sie siegt nach 35:57,16 Minuten vor Stefanie Thalmann (SUI/chicksgang/ION-MAHU) und Franziska Meyer, der Vizeweltmeisterin im 4x, (GER/Ghost Riot Racing).
 

Beliebte Team-Wertungen

Bei den Frauen geht der Sieg in der Teamwertung an das Dreier-Team «Chicksgang» mit Stefanie Thalmann, Lea Rutz und Andrea Kiser (SUI). Rang zwei belegen Michelle Hediger, Andrea de Castelberg und Jutta Würth vom Team «Sportfreundinnen Schneller», und Rang drei geht an das Team «Kanaloma» mit Nadia Sommer, Carol Niederberger und Andrea Lüthi.
 
Bei den Männern kämpfen 32 Teams um das Podium. Am Ende ist es das «Giant Swiss Team» mit Mirco Widmer, Marco Arnold und Mike Schuler, das gegen das Team «biketrails flims» mit Gustav Wildhaber, Ronny Caduff und Pascal Krieger durchsetzt. Die Mannschaft «Casa Fuchs» mit Stefan Peter, Tim Bratschi und Claudio Negro belegt Platz drei.
 
Auch die Sponsoren «bike-components Trail-Trophy» sind in einer Wertung unterwegs: In der Klasse «Battle of Brands» geht das Dreier-Team «e*thirteen 1» mit Markus Reiser, Thomas Schäfer und Roland Audenrieth vor dem Team Fox mit André Wagenknecht, Sascha Meyenborg und Willi Lützeler. Das Team «LevelNine» mit Philipp Walder, Björn Feldmann und Christoph Schmitt schnappt sich den letzten Podestplatz.

Ranglisten

www.trailtrophy.eu

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