No Flow Bruno`s «Erster August»

No Flow Bruno ist Bike Guide, Älpler und (fast) Alleskönner in Davos. In der Früh um fünf auf der Alp die Kühe melken und am Nachmittag noch Gäste auf den Davoser Trails guiden ist für den gebürtigen Einsiedler keine Seltenheit. In technisch, kaum fahrbaren Gelände fühlt er sich pudelwohl. Am ersten August ist für Bruno dann mal wieder Zeit für was Besonderes. Etwas, was er in Davos noch nie gefahren ist. Gar nicht so einfach, denn Bruno kennt in Davos eigentlich alle Trails und hat hier bereits viele Bikeabenteuer erlebt.

Freeride für den Sommer

So startet er am Nationalfeiertag bei blauem Himmel und 28°C mit der Parsennbahn zunächst zum Weissfluhjoch, dann weiter mit der Luftseilbahn zum Weissfluhgipfel. Bruno hatte mal die Idee einige Freeridevarianten im Sommer unter die Räder seines Orangebikes zu nehmen, welche er im Winter mit den breiten Latten im weissen Pulver in Angriff nimmt. Die erste Abfahrt vom Gipfel entspricht dann «Gipfel Süd» oder «Steinbock», wie man es hier im Winter nennt. In den verblocken Kalkfelsen des Weissfluhgipfels fühlt sich Bruno dann auch richtig wohl. In den exponierten Kurven muss er immer wieder das Hinterrad versetzen, damit er nicht zum Fussgänger wird. An der Wasserscheidi hat er dann die erste Schwierigkeit des Tages hinter sich gebracht. Mit ungewöhnlich viel Flow geht es dann für No Flow Bruno weiter zur Parsennfurgga. Ein paar Tragepassagen folgen, um zu den Gemeindböden zu kommen.

Entlang dem Stahlseil

Bei der heutigen Fernsicht hat er immer das Eisfeld des Silvrettagletschers im Blick. Mit den breiten Latten würde er an den Gemeindböden in der kalten Jahreszeit nun stiebend zum Untersäss abfahren. Heute, im Sommer, am Nationalfeiertag fährt er aber weiter auf dem Grad Richtung Grüenhorn. Manchmal fällt es ihm schwer auf dem schmalen Weg und starkem Wind die Balance zu halten. An einigen Stellen sind Stahlseile montiert. Dort muss selbst No Flow Bruno Fortfait geben und wird zum Fussgänger. Mit dem Gipfel des Grüenhorns steht er heute dann auf dem zweiten Gipfel das Tages. Auf der steilen Abfahrt ist dann Vieles, aber nicht alles fahrbar. Auch schwierigste Stellen probiert er zu fahren, doch einige Kurven sind so exponiert, dass man ihn sagen hört: »Ahhhh, lieber nicht» Ab dem Gotschnagrad befindet er sich dann wieder auf altbekannten Wegen und fährt über den Signaltrail und Gotschnaboden nach Wolfgang. 

Plattfuss am Hinterrad

Alle Schwierigkeiten des Tages hat er hinter sich gelassen, da macht es auf einem einfachen Kiesweg PPPPFFFFFFFFF, ein Plattfuss am Hinterrad. Nun muss sich Bruno beeilen. 15 Kühe warten auf der Alp und wollen gemolken werden. Er flickt den Platten schnell und ist rechtzeitig zurück auf der Alp. Ein gelungener Nationalfeiertagsausflug.

Tour

Davos Dorf-Weissfluhgipfel- Parsennfurgga-Gemeindböden-Grüenhorn-Gotschna-Signaltrail-Gotschnaboden-Wofgang-Davos
(Trittsicherheit erforderlich)
 

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