Keine halben Sachen mehr – die Mountainbiker stehen am Wendepunkt

Jetzt gilt es ernst. So fasst Tourismusexperte Darco Cazin den Ride Mountainbike-Kongress in Chur zusammen. Der Mountainbike-Tourismus stehe heute an einem Wendepunkt. Entweder sei man von nun an richtig dabei oder gehe leer aus. Die Zeit der «halben Sachen» sei vorüber.

Ride Mountainbike-Kongress Chur 2016

Jetzt gilt es ernst. So fasst Tourismusexperte Darco Cazin den Ride Mountainbike-Kongress in Chur zusammen. Der Mountainbike-Tourismus stehe heute an einem Wendepunkt. Entweder sei man von nun an richtig dabei oder gehe leer aus. Die Zeit der «halben Sachen» sei vorüber.

150 Tourismusfachleute fanden sich am 20. und 21. Oktober 2016 in Chur zusammen, um beim Ride Mountainbike-Kongress Trends und Perspektiven zum Mountainbike-Tourismus zu diskutieren. Referenten und Teilnehmer waren sich dabei einig: Der alpine Mountainbike-Tourismus hat mittlerweile eine so starke Rolle eingenommen, dass er nun an einem Wendepunkt stehe. Die Zeit des unbedarften Wachstums sei vorüber, und es stehe eine Marktkonsolidierung bevor. Dabei hätten schwache oder wenig kundenorientierte Angebote und Infrastruktur keinen Platz mehr. Erfolg werde in Zukunft nur noch haben, wer eindeutige Kundenbedürfnisse befriedigen könne. Könne er das nicht, weiche der Gast auf andere Regionen aus.
 
Einig war man sich am Ride Mountainbike-Kongress in Chur auch, dass das Potenzial mit den Mountainbiker noch nicht abgeschöpft sei. Dabei seien aber vermehrt einfache und eindeutig positionierte Angebote gefragt, und hier herrsche ein noch grosser Nachholbedarf. Dass die Mountainbiker aber den alpinen Tourismus retten können, das wies unter anderem Peter Engler zurück. Als Geschäftsführer der Bergbahnen Lenzerheide setze er zwar stark auf die Mountainbiker, doch von den Dimensionen des Wintergeschäfts sei und bleibe man weit entfernt.
 
Die zunehmende Bedeutung des Mountainbike-Tourismus zeigt sich auch in der Tatsache, dass mit Thomas Bieger eine Koryphäe der Tourismusforschung den Kongress eröffnete. Für den Rektor der Universität St. Gallen sind die Forderungen nach neuen Strukturen im alpinen Tourismus mit dem Mountainbikesport exemplarisch umsetzbar. Das Modell der Destinationsstrukturen 3.0 sei geradezu prädestiniert, dieses auf dem Mountainbikesport anzuwenden. Und mit Projekten wie «Herbert» seien ja auch bereits erste Modelle in die Praxis umgesetzt.
 
Der Ride Mountainbike-Kongress findet alljährlich im Oktober in Chur statt und bringt Tourismusfachleute aus dem deutschsprachigen Alpenraum zusammen. Er fand 2016 unter dem Leitthema «Bikenonomics» statt und ist für das kommende Jahr auf den 12. und 13. Oktober terminiert.
 
www.ride-kongress.ch

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