Sind wir Mountainbiker auf dem richtigen Weg?

Der Ride-Kongress in Davos lud während den vergangenen Tagen zum jährlichen Stelldichein des Mountainbike-Tourismus mit Fachreferaten, Podiumsdiskussionen und Networking-Plattformen. Gleich mehrmals wurde dabei die Frage aufgeworfen, ob die Entwicklung des Mountainbike-Tourismus in die richtige und nachhaltige Richtung geht. Das Resultat: «Ja, aber…».

Ride-Kongress 2018

Der Ride-Kongress in Davos lud während den vergangenen Tagen zum jährlichen Stelldichein des Mountainbike-Tourismus mit Fachreferaten, Podiumsdiskussionen und Networking-Plattformen. Gleich mehrmals wurde dabei die Frage aufgeworfen, ob die Entwicklung des Mountainbike-Tourismus in die richtige und nachhaltige Richtung geht. Das Resultat: «Ja, aber…».
 
Wo am WEF die Wirtschaftselite auf der Bühne steht, dominierten im Kongresszentrum Davos in den vergangenen Tagen die Mountainbiker. Der seit 2013 stattfindenden Ride-Kongress nahm in hochwertiger Art und Weise aktuelle Themen auf, liess dabei Fachpersonen zu Wort kommen und das Publikum seine Meinung äussern. Wie man als Bergbahn mit den Mountainbikern Geld verdienen kann, war eines der aufgeworfenen Themen. Oder wie man Grossanlässe wie die Weltmeisterschaften in Lenzerheide ökologisch und ökonomisch nachhaltig durchführen kann. Sind die Asiaten unsere neuen Trail-Benutzer? Natürlich hat teauch das E-Bike seinen Platz im Kongress-Lineup: Wohin geht die Reise mit den motorisierten Mountainbikes?
 
Interessanterweise waren in diesem Jahr immer wieder selbstkritische Voten zu nehmen. Der Bergbahnspezialist Roland Zegg zeigte mit einem Rechenbeispiel auf, wie anspruchsvoll der rentable Umgang mit den Mountainbikern ist. In Expertentrunden wurde später mit Organisatoren, Naturschützern und Wissenschaftlern kontrovers diskutiert, wie nachhaltig Anlässe sind, die 25'000 Zuschauer und mehr in ein Gebiet locken. Und schliesslich war es auch der Schweizer Mountainbike-Doyen Bene Luginbühl, der auf der Bühne dazu aufrief, sich öfters mal wieder den Wurzeln des Mountainbikesports zu besinnen.
 
Wohin geht die Reise mit den Mountainbikern? Zum Beispiel in Richtung Kinder. Karl Morgenbesser zeigte dafür in eindrücklicher Weise, wie man seine Infrastruktur voll auf Familien ausrichtet. Zum Beispiel aber auch in Richtung Globalisierung: Dafür ist einer wie Danny McAskill zuständig, und sein Manager Tarek Rasouli hat auf der Bühne aufgezeigt, wie so etwas geht. Oder in Richtung Elektrifizierung, wo mit Sissi Pärsch eine der treibenden Kräfte hinter den «E-MTB Studientagen» beim Ride-Kongress auf der Bühne stand.
 
Der Ride-Kongress in Davos ist mit den 200 Teilnehmern die wichtigste und hochwertigste Fachveranstaltung für Mountainbike-Tourismus im Alpenraum. Touristiker, Trail-Bauer, Behörden und Tourenveranstalter tauschen hier wichtige Erfahrung aus und unterstützen sich in Fachwissen, um die Sportart nachhaltig und fundiert weiterzubringen. Die Veranstaltung gilt als wichtige Stütze des alpinen Mountainbike-Tourismus und findet das nächste Mal am 19. und 20. September 2019 erneut im Kongresszentrum in Davos statt.

www.ridekongress.ch
 

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